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Drauradweg findet seine Verlängerung in Slowenien

Bei einer gemeinsamen Ausfahrt mit Tourismusreferent LR Christian Benger, Renata Martincic, der stellvertretenden Direktorin der Generaldirektorin für Tourismus im Wirtschaftsministerium Sloweniens, Uros Rozmann von der Aktionsgemeinschaft Drauradweg in Slowenien sowie Paco Wrolich, Radkoordinator der Kärnten Werbung, von Lavamünd bis Dravograd haben beide Länder ihr Bekenntnis zum Ausbau des Drauradweges erneuert.

Geplant ist der Ausbau quer durch Slowenien bis Varazdin in Kroatien. Seit 2015 wird in Slowenien engagiert am Ausbau bzw. der Verlängerung des Drauradweges gearbeitet, eine Lücke bis Marburg wird heuer noch geschlossen. Rozmann von der Aktionsgemeinschaft Drauradweg in Slowenien bestätigte, dass der raschere Ausbau nun erfolgen werde und dass "15 Mio. Euro in die 150 km lange Strecke bis zur kroatischen Grenze investiert werden". Meist aufgelassene Bahnlinien werden für den Ausbau adaptiert. 18 Gemeinden haben sich auf slowenischer Seite für den Ausbau zusammengeschlossen. Slowenien tue alles, um den Drauradweg attraktiv zu machen, bestätigt auch Renata Martincic. Das Thema Rad sei für die Entwicklung des Tourismus in Slowenien unerlässlich.

Die Auszeichnung des Drauradweges durch den ADFC auf der ITB Berlin 2015 zum 5-Sterne-Radweg habe zudem die Überzeugung auf allen Seiten verstärkt, einen internationalen Fernradweg entstehen zu lassen. Immerhin gab es bis dahin nur drei Radwege in Europa, die fünf Sterne tragen dürfen. "Wir haben in Kärnten in den letzten Jahren viel gearbeitet: Wirte-Kooperationen, Infrastruktur-, Qualitätsausbau. All das macht sich jetzt bezahlt und wir können unseren slowenischen Partnern Know-how liefern", erklärte Paco Wrolich.

Der Kärntner Drauradweg verzeichnet rund 180.000 Radfahrer pro Jahr. "Investitionen in den Radtourismus sind Investitionen in unsere KMU und in den ländlichen Raum: Beherberger, Gastronomie, Fahrradverleihs, Servicestellen beleben die Regionen abseits der Zentralräume", so Benger.

Bereits vor zwei Jahren hat Benger die Gespräche mit den slowenischen Nachbarn begonnen. Im März 2016 auf der ITB wurde mit dem Slowenischen Wirtschaftsminister Zdravko Pocivalsek der weitere Ausbau des Drauradweges auf slowenischer Seite besprochen. Im Juni 2016 waren 43 Bürgermeister aus Slowenien und 20 Vertreter von fünf slowenischen Ministerien in Kärnten, um Informationen über den Drauradweg und seinen Bau in Kärnten zu erlangen.

Kärnten hat den Abschnitt auf slowenischer Seite des Drauradweges bereits in die Werbemittel des Drauradweges aufgenommen, die Kärntner Drauradweg-Wirte haben auf slowenischer und kroatischer Seite radfreundliche Partnerbetriebe gefunden.

19. Mai 2017
 
Drauradweg findet seine Verlängerung in Slowenien

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